RAF Life Rafts

© by Patrick Schlenker


Type K Dinghy

Schon in den 20er Jahren fanden erste Erprobungen der RAF mit Gummibooten für grössere Flugzeuge und Flugboote statt. Die Typen A, B, D, E, F, G und H mussten alle mit Hand- oder Fusspumpen aufgepumpt werden. Erst 1941 gab es das erste Type H Boot mit einer Pressluftflasche, welche das Boot innert kürzester Zeit einsatzbereit machen konnte. Das Type H Boot hatte Platz für 3-5 Besatzungsmitglieder. (siehe unten)

Das Type K Dinghy wurde für die Jagd-Piloten entworfent und war zum Leidwesen der Piloten ebenfalls mit einer Pressluftflasche ausgestattet. Da die Piloten darauf sassen, war es zum einen unbequem und zum zweiten nicht ganz ungefährlich.

Das Type K wurde in 2 Versionen gefertigt. Eine in Gummi (Abbildung) und eine aus gummiertem Stoff, welche wesentlich kleiner zusammengefaltet werden konnte. Weiter gab es bei beiden Versionen spezielle Ausführungen, die eine Voll-Wetter-Schutz-Hülle besassen. So konnte sich der Pilot bei schlechtem Wetter im Boot komplett abdecken. Diese Modelle wurden ab Januar 1941 an das Fighter Command angegeben.


K-Type Dinghy

Da es während des Krieges immer mehr ausländische Geschwader bei der RAF gab, wurden die Instruktionen auf den Booten in 4 verschiedenen Sprachen angeschrieben.

Dinghy Info



Dinghy Inflator Mk II 27C/2083

Um im Falle eines Luftverlustes das Boot weiter mit Luft versorgen zu können, waren an allen Booten solche kleinen Handpumpen angebracht. Diese konnten auf der gegenüberliegenden Seite der Pressluftflasche angebracht und ganz einfach von Hand bedient werden.


Inflator Dinghy Inflator Dinghy



Hand paddles 27C/1906 (links)

Die Paddel bestehen aus einer Gummimatte, welche über einen kleinen Metalrahmen gespannt ist.

Water Bucket (rechts)

Kleiner Wassereimer mit einem Durchmesser von 12cm, um im Notfall das Wasser aus dem Boot zu schöpfen.


Hand Paddels water Bucket



Dinghy Leak Stoppers (rechts)

Drei Leckstopper, welche ebefalls in der Packung vorhanden waren. Zwei aus Gummi, eines aus Holz. Alle drei konnten platzsparend ineinander gesteckt werden und waren, wie der Name sagt, um Lecks abzudichten.

Repair Set (links)

Kleines Reparaturset für Boote, welches jedoch für die Reparatur an Land gedacht ist.

Dinghy repair Set Dinghy repair Set

Beadon Flying Suit Match Container

Wasserdichte Aludose mit Streichhölzern. 

Match Container Match Container


Survival Aid Container 27C/23

Stofftasche für allerlei Verbands und Sanitätsmaterial

Survival Aid Container


Type H Dinghy

Ein Typ G Dinghy bot Platz für 3-5 Mann Besatzung und kam bei den Bombern des Bomber und Coastal Command zum Einsatz. Das Boot war eine sehr genaue Kopie des Modelles der deutschen Luftwaffe. Ausgerüstet mit einer Pressluftflasche, konnte das Boot innert kurzer zeit einsatzbereit gemacht werden.


Bildbeschreibung

In der Mitte sieht man den Notsender, sowie den Transportkäfig für die Taube. Ganz rechts einen Dinghy Pack., in welchem das Bott transportiert wurde. Das Bild wurde im RAF Museum in Hendon bei London aufgenommen. »»»»


H-Type Dinghy


K Dinghy Pack Type A Mk. III 27C/2245

Zu den Type K Dinghys gab es eine ganze Fülle von verschiedenen Packungen. Je nach Packung war ihr Inhalt leicht unterschiedlich.  Neben dem Boot und Paddeln waren weiter ein Kompass, Leckstopper, Notrationen, ein Heliograph, eine Handpumpe und weiteres in den Packungen enthalten. Wie auch bei den Booten wurde das Pack in 4 verschiedenen Sprachen angeschrieben.

Folgend die Typen und ihr Einsatz:

Type A (Abbildung): Standardpackung für Jägerpiloten

Type B: Packung für den Observer Harness (Bomberbesatzungen). Diese war etwas länger als der Type A.

Type C: Ähnlich wie der Type A, ebenfalls für den Observer Harness, jedoch für die Piloten. Diese Packs wurden an der Seite angehängt.

Type D: Kleiner und kompakter als die anderen. Kam in Verbindung mit dem Harnsuit zum Einsatz (siehe oben).

Type F: War ebenfalls für den Observer Harness, hatte jedoch einiges mehr an Survival-Equipment.


K Dinghy Pack K Dinghy Instruction


Gibson Girl  / „M357a“

Gibson Girls wurden bei der Royal Air Force erst ab 1944 eingesetzt.

Der Name Gibson Girl ist eine Anlehnung an die Zeichnungen junger Frauen mit einer Westentaille des amerikanischen Grafikers Charles Dana Gibson, welche zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden sind. Hergestellt wurden die Sender in Hollywood bei der Firma Bendix Limited Aviation. Mit der 8th USAAF gelangten die „M357a“ (offizielle US Bezeichnung) nach England, und somit auch zur RAF. Wegen Ihrer Grösse und Gewicht wurden diese Sender nur vom Bomber und Coastal Command eingesetzt. Zusammen mit dem Kit bildeten sie eine Einheit.

Angetrieben durch eine Kurbel konnte genügend Leistung erzeugt werden, um eine Meldung abzusetzen.


Gibson Girl Gibson Girl



Gibson Girl Kit

Die Kit waren die Drachen zum Gibson Girl, die dem Sender mehr Reichweite verleihen sollten. Dabei fungierte die Schnur, die den Drachen hielt, gleichzeitig auch als Antenne. Je nach Modell sind sie in Stoff,- Metall- oder Kartonhülle transportiert worden.


Kite