Bombenabwürfe in den Kantonen St. Gallen - Aargau - BL 7. / 8. November 1941

© by Patrick Schlenker

55 Bomber vom Typ Armstron Wellington sollten Industrieanlagen in Mannheim ein weiteres mal angreifen. Die Bomber der Squadrons 103, 142, 150, 300, 301 und 304, allesamt mit Wellingtons ausgerüstet, waren an diesem Angriff beteiligt. Mannheim war nur eines von viele Zielen, die in dieser Nacht vom Bomber Command angegriffen wurden. Mit eingesetzten 387 Bombern war es bis dahin der grösste kombinierte Luftangriff auf unterschiedliche Ziele gegen Deutschland.

 

St. Gallen:

In der Umgebung von Jonschwil, süd-östlich von Wil, fielen nach 21:30 mehrere Brandbomben auf unbebautes Land, ohne Schaden anzurichten.

 

Aargau:

Die gleiche Maschine warf kurze Zeit später, um 21:45 eine Brisanzbombe über dem Gebiet des Kantons Aargau, genauer auf die Wyler Alp bei der Staffelegg ab. Auch hier entstand kein nennenswerter Schaden.

Liestal:

Über Gebiet des Grammont warf wahrscheinlich ein andere britischer Bomber, der wie schon die beiden Withleys im Dezember des vorigen Jahres auf der suche nach Mannheim war, um 21:55 Uhr zwei Bomben ab. Die beiden Sprengbomben landen auf unbewohntem Gebiet zwischen Liestal und Lausen. Am Westhang des Grammont, beim Bruder Klausenweg, schlug die erste Brisanzbombe ein und explodierte. Die zweite Bombe wurde etwas später unweit des ersten Einschlages entdeckt. Diese war mit einem Zeitzünder versehen und explodierte erst am folgenden Tag.

In verschiedenen Orten in der Nordwestschweiz wurde um 21:00 Fliegeralarm ausgelöst. Die Maschine kam nach Zeugenaussagen aus nördlicher Richtung.